Leuchtturmprojekt für die Steuer-IT
KONSENS beschleunigt und modernisiert die IT: die Grunderwerbsteuer als Wegweiser für die Digitalisierung von weiteren Fachverfahren.

Die Grunderwerbsteuer ist eine wichtige Finanzquelle für die öffentlichen Kassen: Allein 2025 nahmen die Länder rund 15,1 Milliarden Euro bei Immobilien- und Grundstückskäufen ein (kassenmäßiges Aufkommen). Um die Steuerfestsetzung zu beschleunigen, wird die Software für die Grunderwerbsteuer in den Finanzämtern modernisiert: für schnellere Abläufe und weniger manuelle Bearbeitungsschritte. Die Digitalisierung der Grunderwerbsteuer ist weit mehr als ein Projekt für ein einzelnes Fachverfahren. Es dient als Wegweiser und Grundlage für eine schrittweise Übertragung auf weitere Steuerarten und Fachverfahren. »Für uns ist der Leuchtturm ein zentrales strategisches Vorhaben, das Grundstrukturen für die Modernisierung der Steuer-IT bereitstellt, von denen auch viele andere Fachverfahren bei KONSENS profitieren«, sagt Anja Presser, stellvertretende Leiterin der Zentralen Organisationseinheit Architekturmanagement bei KONSENS.
AUTOMATISIERUNG EINFACHER FÄLLE
»Einfache Grunderwerbsteuerfälle mit geringem steuerlichem Risiko werden in Zukunft automatisiert festgesetzt. Das beschleunigt die Abwicklung für Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Finanzämtern werden zu dem entlastet«, erklärt Anja Presser.
FLEXIBLE CLOUD-ARCHITEKTUR
Damit Fälle mit einem höheren Prüfungsbedarf einfacher und komfortabler in den Steuerverwaltungen bearbeitet werden können, stellt KONSENS zudem moderne Benutzeroberflächen bereit. Als Beispiel nennt Anja Presser querschnittliche Dienste, die KONSENS im Rahmen des Projekts neu entwickelt oder zu denen KONSENS bestehende Dienste ausbaut. Dazu gehören unter anderem Dienste zur Erstellung von Echtzeitmetriken, der Ausbau von zukunftsfähigen Kommunikationsdiensten sowie ein neuer Dienst zur Vorgangsübersicht für die Sachbearbeitung. Anja Presser: »Zukünftig werden solche Dienste effizienter und zielgerichtet als Microservices in Containern zur Verfügung gestellt, um die betroffenen Geschäftsprozesse zu unterstützen. Dies sind Softwarebausteine mit klar definierten Schnittstellen, die Updates erleichtern und wartungsarm sind.«